WÄDENSWILER HILFSPROJEKT HAT ERSTES ZIEL ERREICHT

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WÄDENSWILER HILFSPROJEKT HAT ERSTES ZIEL ERREICHT

Zwei Lastwagenladungen voller Fenster aus Wädenswil machen sich bald auf den Weg in die Ukraine. Doch knapp 30 000 Franken an Spendengeldern braucht es noch, um die restlichen Fenster auf die Reise ins Kriegsgebiet zu schicken. Die Initianten hoffen weiterhin auf die Mithilfe von Wädenswiler Firmen und Privatpersonen.

Text und Bilder: Anja Kutter

Es ist eine eindrückliche Hilfsaktion: Auf dem Tuwag-Areal in Wädenswil werden derzeit rund 700 Fenster sorgfältig ausgebaut. Sie sollen zerstörte Häuser in der Ukraine wieder bewohnbar machen. Denn was hier als Altmaterial gilt, kann dort den Unterschied machen.
Die Tuwag Immobilien AG und das Wädenswiler Architekturbüro Hotz Partner haben die Aktion initiiert und sorgen in Zusammenarbeit mit dem gemeinnützigen Verein RE-WIN dafür, dass diese Fenster nicht im Schuttcontainer landen, sondern dort weiterleben, wo sie dringend gebraucht werden.

Sorgfältige Arbeit ist gefragt. Auf dem Weg in die Ukraine. Die ausgebauten Fenster werden schon bald abgeholt.

Umbau der Shedhallen gab den Anstoss
Der Hintergrund der Aktion ist ein Umbau: Die denkmalgeschützten Shedhallen auf dem Tuwag-Areal werden derzeit saniert und zu einem modernen Standort der ZHAW mit Büros, Laboren und einer grossen Bibliothek umgebaut. Im Zuge dieser Arbeiten werden auch die bestehenden Fenster ersetzt. Obwohl sie technisch noch in gutem Zustand sind, genügen sie nicht mehr den heutigen Anforderungen. In der Ukraine hingegen können sie Häusern, Schulen oder Gemeindezentren ein neues Gesicht geben – und vor allem Schutz und Wärme bieten.

Gesamte Aktion kostet 47 000 Franken
Die erste Etappe ist geschafft: Dank grosszügiger Unterstützung der am Umbau beteiligten Firmen konnten 20 000 Franken für den Transport von zwei Lastwagenladungen gesammelt werden. Für den Rest fehlen aber noch rund 27 000 Franken. Jetzt hoffen die Initianten auf einen weiteren Schub an Solidarität.
Ein wesentlicher Beitrag kommt von lokalen Firmen, die nicht nur mit Geld, sondern auch mit Leistung helfen: Die Zogg AG übernimmt etwa den sorgfältigen Ausbau der Fenster zu einem Spezialpreis. Die Föllmi AG stellt ihre Kranzüge zur Verfügung, damit die schweren Paletten überhaupt verladen werden können. «Solche Partner sind Gold wert», sagt Thomas Brassel, CEO der Tuwag Immobilien AG. «Ohne diese Unterstützung ginge es nicht.»
Auch andere Wädenswiler Unternehmen haben bereits gespendet – bisher jedoch noch nicht so viele wie erhofft. Einer der grosszügigen Spender ist Jürg Manser vom gleichnamigen Wädenswiler Bauleitungsunternehmen. 700 Franken hat er überwiesen. «Ich finde die Aktion stark», sagt er. «Ich hatte sofort die Bilder der zerstörten Gebäude in der Ukraine im Kopf und trage gerne etwas zur Verbesserung der Situation vor Ort bei.» Ausserdem wisse er bei dieser Aktion, dass Menschen dahinterstünden, die er persönlich kenne und denen er vertraue: «Hier kann ich sicher sein, dass das Geld bzw. die Fenster auch wirklich am richtigen Ort ankommen. Ich hoffe sehr, dass weitere Wädenswiler Unternehmen und Privatpersonen mitziehen.»
Die Initiantinnen und Initianten danken allen, die bisher gespendet haben, von Herzen. «Jeder Beitrag zählt», betont Daniel Gardi von der Hotz Partner AG SIA.

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IBAN: CH53 0900 0000 1629 1660 9
BIC: POFICHBEXXX
REFERENZ: P91
BEGÜNSTIGTER: Verein RE-WIN,
Solothurnerstrasse 51, 4053 Basel

Die Fenster entsprechen den hiesigen Bauvorschriften nicht mehr. Technisch sind sie aber noch in gutem Zustand und können in der Ukraine für Schutz und Wärme sorgen.