Über 150 Personen verfolgten Anfang Februar im voll besetzten Etzelsaal das Wahlpodium des Handwerker- und Gewerbevereins Wädenswil (HGV). Die acht Kandidierenden für den Stadtrat nutzten die Gelegenheit, sich der Bevölkerung vorzustellen und einen guten Eindruck zu hinterlassen.
HGV
Die Ausgangslage für die Wahlen vom 12. April 2026 ist bekannt: Der bisherige Stadtpräsident Philipp Kutter tritt nach 16 Jahren im Amt nicht mehr an. Damit wird nicht nur ein Sitz im Stadtrat frei, sondern auch das Stadtpräsidium. Entsprechend gross war das Interesse am Podium, das vom Journalisten und Historiker Adrian Scherrer moderiert wurde. Der Etzelsaal war bis auf den letzten Platz besetzt, es mussten sogar zusätzliche Stühle herangeschafft werden.
Zwei Neue, sechs Bisherige
Zur Wahl in den Stadtrat stellen sich sechs bisherige und zwei neue Kandidierende. Bereits im Stadtrat vertreten sind Claudia Bühlmann (Grüne), Jonas Erni (SP), Astrid Furrer (FDP), Pierre Rappazzo (GLP), Daniel Tanner (SP) und Christof Wolfer (FDP). Neu kandidieren Martin Bislin (Die Mitte) und Christina Zurfluh Fraefel (SVP).
Um das Stadtpräsidium bewerben sich die drei Bisherigen Claudia Bühlmann, Jonas Erni und Christof Wolfer.
Angesichts der Anzahl Kandidierender und des begrenzten Zeitrahmens blieb die Diskussion bewusst an der Oberfläche. Ziel war nicht eine vertiefte Auseinandersetzung mit einzelnen Sachfragen, sondern den Besucherinnen und Besuchern einen Überblick über die Personen, ihre politischen Grundhaltungen und ihre Schwerpunkte zu ermöglichen.

Aufreger MS Glärnisch und E-Scooter
Angesprochen wurden zentrale Themen, welche die Stadt aktuell beschäftigen. Dazu gehörten die Entwicklung und Belebung des Stadtzentrums, Verkehrs- und Parkierungsfragen, die finanzielle Situation der Stadt sowie der knappe Wohnraum. Emotionen kamen im Publikum bei den Themen MS Glärnisch und E-Scooter auf, welche in Wädenswil im Moment offensichtlich zu den grössten Aufregern zählen.

Publikum fragte konkret
Ein weiterer Bestandteil des Abends war die Fragerunde aus dem Publikum. Hier ging es weniger um die grossen Themen, sondern um individuelle Anliegen.
Insgesamt bot das Podium eine wertvolle Orientierungshilfe für die bevorstehenden Wahlen. Es vermittelte einen guten Eindruck der kandidierenden Personen und leistete einen sachlichen Beitrag zur politischen Meinungsbildung in Wädenswil.