LERNEN ZWISCHEN FREUDE UND FRUST

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LERNEN ZWISCHEN FREUDE UND FRUST

Ich bin Lernender im 4. Lehrjahr und mache eine Ausbildung zum Elektroniker EFZ. Als ich meine Lehre begann, wusste ich nicht genau, was mich erwartet. Die Vorstellung von langen Arbeitstagen und theoretischen Übungen prägten mein Bild. Zum Glück sieht mein Alltag ganz anders aus, viel spannender und abwechslungsreicher.

Juled Morina, Lernender Elektroniker EFZ im 4. Lehrjahr

Jeden Tag warten neue Herausforderungen auf mich, sei es bei der praktischen Arbeit an den elektronischen Geräten oder im Umgang mit Kunden und Mitlernenden. Besonders interessant finde ich, dass ich von Woche zu Woche selbstständiger arbeite und immer mehr Verantwortung übernehmen darf. Stand ich am Anfang noch oft ratlos vor komplexen Schaltplänen, entwickle ich heute schon kleine Projekte selbstständig.

Am besten gefällt mir die Mischung aus Theorie und Praxis. Klar, es gibt Tage, an denen ich lieber länger schlafen würde, als früh aufzustehen, aber spätestens wenn ich mit meinen Mitlernenden zusammen an einem spannenden Projekt arbeite, weiss ich wieder, warum ich mich für diese Ausbildung entschieden habe. Denn kaum ein Tag ist wie der andere und genau das macht meinen Alltag so spannend.

Vom Projekt zur Prüfung
Im 2. Lehrjahr beginnt für viele Lernende eine entscheidende Phase: die sogenannte Teilprüfung. Sie dient als erste Selektion in der Ausbildung zum Elektroniker EFZ. Im Laufe der Jahre sind diese Prüfungen anspruchsvoller geworden.

Besonders in der Messtechnik, bei der Signale oder Ströme gemessen werden, hat sich einiges verändert. Es wird nicht mehr nur analog gemessen. Inzwischen kommen auch digitale Elemente hinzu, die die Aufgaben komplexer machen. Das Problem dabei: Für diese neuen digitalen Komponenten gibt es noch keine offiziell freigegebenen Prüfungsunterlagen. Das erschwert die Ausbildung enorm.

Um dem entgegenzuwirken, habe ich im Rahmen meiner IPA (Individuelle Praktische Arbeit) beschlossen, selbst eine geeignete Prüfungsaufgabe zu entwickeln. Nach längerem Überlegen entschied ich mich für ein digitales Roulette. Diese Schaltung speichert verschiedene Werte wie Zahlen oder Farben digital ab. Eine ideale Möglichkeit, die neuen Anforderungen an die Messtechnik sinnvoll und praxisnah in eine Prüfung zu integrieren.

So konnte ich nicht nur meine eigenen Fähigkeiten erweitern, sondern vielleicht auch einen Beitrag dazu leisten, die Ausbildung in Zukunft etwas praxisnaher und digitaler zu gestalten.

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