ÄNDERT SICH DIE ROLLE ALS BERUFSBILDNER/IN STETIG?

Seit meiner Ausbildung zum Mechaniker von 1989–1993 haben sich die Bezeichnungen für die Begleitung und Betreuung der Lernenden wie folgt entwickelt (siehe Grafik).

Nun zu meiner oben erwähnten Fragestellung, ob sich die Rolle als Berufsbildner/in ständig ändert? Ja, meiner Meinung nach hat sich in meiner bald 20-jährigen Erfahrung in der Bildung die Rolle in vielerlei Hinsicht sehr stark geändert. Die Jugendlichen heute bringen schon sehr viele und breite Kompetenzen aus der Oberstufe mit, welche früher nicht vorhanden waren. Anspruchsvoll wird es, wenn Fachkenntnisse/Kompetenzen sehr fundiert und durchdacht ausgeführt werden müssen und dafür nur ein Weg möglich ist. Hier stehen die Lernenden vielfach an und sagen, «es müsste auch so gehen», was jedoch in der immer komplexeren Arbeitswelt oft nicht der Fall ist. Einen starken Wandel haben auch die Ausbildungsbetriebe, in denen die Lernenden eingesetzt werden, vollzogen. Die ursprüngliche Lehrlingsabteilung findet man immer weniger, da die Lernenden vielfach schon früh in die Abteilung integriert werden, in welcher sie ein Bestandteil der Unternehmung sind.

Was ich immer wieder im RAU und bei unseren Mitgliedfirmen sehe und feststelle, dass ein sehr wichtiger Faktor die Freude und Begeisterung des Lehrmeisters/Berufsbildners oder des Coaches ist, unabhängig wie er ausbildet und wie alt er ist. Da die Berufsbildner/innen in Zukunft immer mehr die Rolle des Coachs, Lern- oder Fachcoachs einnehmen werden, haben wir im RAU um der jetzigen Zeit gerecht zu werden, ein Veränderungsprojekt gestartet.

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