2000-WATT-AREAL: TUWAG VOM BUND ZERTIFIZIERT

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Redaktion

2000-WATT-AREAL: TUWAG VOM BUND ZERTIFIZIERT

Ritterschlag für das Tuwag-Areal: Das Bundesamt für Energie (BFE) hat es mit der Auszeichnung «2000-Watt-Areal in Transformation» zertifiziert – als eines der ersten gemischt genutzten Areale schweizweit. Mit der Zertifizierung und der Transformation leistet die Tuwag Immobilien AG Pionierarbeit im Bereich der energetischen Sanierung von bestehenden Quartieren.

Anja Kutter

Die Université de Lausanne hat es, der Swiss Re Campus am Mythenquai, der Hauptsitz der AXA in Winterthur sowie das grösste Bildungs- und Seminarzentrum der Schweiz, der Campus Sursee im Luzernischen Oberkirch auch – das Zertifikat «2000-Watt-Areal in Transformation» des Bundesamtes für Energie (BFE). Nun kommt ein neues hinzu: Das Tuwag-Areal in Wädenswil.
Es ist das erste Areal, das nach der dreijährigen Pilotphase des BFE zertifiziert wird – eine grosse Ehre und gleichzeitig eine ebenso grosse Verantwortung, wie Thomas Brassel, Stv. CEO der Tuwag Immobilien AG und Projektleiter «Transformation tuwagareal», sagt. Denn damit verpflichtet sich die Tuwag, ihren Erneuerungsprozess weiter zu verfolgen, bis die Ziele eines 2000-Watt-Areals erreicht sind. Spätestens bis im Jahr 2036.

Pionierarbeit

Damit geht die Tuwag Immobilien AG mutig voran. Denn die Sanierungsquote von bestehenden Gebäuden in der Schweiz liegt gerade mal bei 1% im Jahr. Dabei müsste sie viel höher liegen, wenn die Ziele der Energiestrategie 2050 des Bundes erreicht werden sollen. Diese liessen sich nicht ausschliesslich mit hocheffizienten Neubauprojekten erreichen, sagt Daniel Kellenberger, Projektleiter 2000-Watt-Areal, mandatiert von EnergieSchweiz des Bundesamtes für Energie. Dafür sei deren Anzahl viel zu gering. «Wir müssen unser Augenmerk deshalb verstärkt auf bestehende Gebäude richten», so Kellenberger. Aus diesem Grund hat sich der Bund 2019 entschlossen, das Zertifikat für 2000-Watt-Areale um die Ausprägung «in Transformation» zu erweitern. Dieses soll einen Anreiz für Grundeigentümer schaffen, ihre Liegenschaften energetisch zu sanieren.

Thomas Brassel, stv. CEO und Projektleiter Transformation tuwagareal: «Die Zertifizierung unseres Areals ist eine grosse Ehre und Verpflichtung für die Zukunft gleichzeitig.»

Nachhaltigkeit als zentrales Thema

Weshalb hat sich die Tuwag Immobilien AG entschieden, die hoch gesteckten Energieziele erreichen zu wollen? Thomas Brassel erklärt: «Für uns ist die nachhaltige und verantwortungsvolle Energienutzung eine strategisch wichtige Leitlinie. Wir möchten diese weitere Arealentwicklung in die nächste Generation bewusst und engagiert angehen und uns auf die Erreichung der 2000-Watt-Areal-Ziele bis ins Jahr 2036 fokussieren. Mit der Erstzertifizierung als ‘2000-Watt-Areal in Transformation’ haben wir einen ersten Meilenstein erreicht.»
In der über 200-jährigen Vergangenheit hätten auf dem tuwagareal immer wieder Transformationen, Entwicklungen und Neuausrichtungen stattgefunden, sagt Brassel. Dies soll fortgeführt werden: «Mit dem Zertifikat gehen wir die verantwortungsvolle Verpflichtung ein, den definierten Absenkpfad zu verfolgen und einzuhalten. Auf unserem gemischt-genutzten Areal mit vielen über 100-jährigen Bestandsbauten, die grösstenteils unter nationalem Schutz stehen, wird dies keine einfache, aber eine spannende und einzigartige Aufgabe sein!»

Schon heute auf gutem Weg

Bereits heute werden fast alle Gebäude auf dem Areal durch einen Nahwärmeverbund mit Holzschnitzelheizung beheizt. Dieser Verbund soll in Zukunft weiter ausgebaut und alle Gebäude angeschlossen werden. Ergänzend verfügt das Areal über eigene Photovoltaikanlagen.
In den kommenden beiden Jahren soll für das Gesamtareal ein Mess- und Monitoringkonzept für die wichtigsten Medien und die relevantesten Grossverbraucher etabliert werden. Ein Mobilitätskonzept (schrittweise Parkplatzreduktion, stärkere Nutzung ÖV etc.) wird bis Ende 2024 ausgearbeitet und kontinuierlich umgesetzt. Auch die Stadt Wädenswil freut sich sehr über den wichtigen Beitrag zu einer erneuerbaren Energiezukunft. Stadtpräsident Philipp Kutter: «Ich bin beeindruckt und erfreut. Gute Beispiele wie dieses sind sehr wichtig. Hier können andere Grundeigentümer sehen, was alles möglich ist, und kommen hoffentlich auf den Geschmack.»